O’zapft is – Die wichtigsten Wies’n Vokabeln & die schönsten Looks

Diesen Blogbeitrag, den ich gerade für Euch verfasse, hätte ich selbst vor genau einem Jahr so dringend gebraucht. Als ich von Hamburg ins tiefe Bayern zog, verstand ich vor allem eines: nur Bahnhof. Alles was bei mir ankam, waren sinnlose Wortlaute, die sich nicht nach einem zusammenhängenden Satz mit Nomen, Verb und Adjektiv anhörten, sondern eher wie eine Explosion an Wortfetzen, die einem um die Ohren flogen. Manche Worte sind zwar auch bis über die bayrische Grenze hinaus bekannt (den Begriff Schmankerl kannte ich sogar ich im hohen Norden!), aber es gibt noch immer unzählige Wortlaute, bei denen ich noch heute meinen Sitznachbarn fragend anschaue. Damit Euch das beim Besuch auf dem diesjährigen Oktoberfest nicht passiert, habe ich für Euch die wichtigsten Wies’n Vokabeln noch einmal kurz zusammengefasst:

 

Griasdi – Hallo, Guten Tag
Buam – Buben
Madln – Mädels
Schmankerl – Köstlichkeiten
A Maß (Mass gesprochen) – Ein Liter Bier
Obatzda – Camembert mit Paprika, Zwiebeln und Radieschen
A Brezn – eine Laugenbrezel
A Hendl – ein Brathähnchen
Suri – Rausch
schbeib’m – brechen, sich übergeben
Busserl – Küsse
Schmatzerl – feuchte Küsse
bieseln – auf die Toilette müssen
Heisl – Toilette
Zupf di! / Schleich di! – Hau ab!
Geh weida! – Das ist doch nicht dein Ernst!
I mog di – Ich mag dich
schnacksln – Sex haben
Gaudi – Spaß
Obandeln – Flirten

 

 

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Apropos flirten … auch wenn die Buam den Madln auf der Wies’n gerne ins Dekolletee schauen und auf ordentlich Holz vor der Hütt’n hoffen, fällt und steht ein erfolreicher oder erfolgloser Flirtversuch mit der Schleife der Dirdnl-Schürze. Sitzt die Schleife rechts, ist das Madl bereits glücklich vergeben. Sitzt die Schleife links, ist sie noch zu haben. Die Schleife in der Mitte bedeutet eigentlich, dass die Trägerin noch Jungfrau ist, wird inzwischen aber auch gerne verwendet, wenn frau sich nicht ganz sicher ist, was ihren aktuellen Beziehungsstatus angeht. Befindet sich die Schleife hinten über dem Po, bedeutet dies, dass die Trägern verwitwet ist. Ein absolutes No-Go neben Boots oder Stiefel zum Dirndl sind übrigens kurze Billig-Dirndl mit transparenten Polyester-Schürzen, Landhausmode oder gerade für die Buam: peinliche Bierkurg-Filzhütte, Lederhosen aus Filz, Plastik o.ä. und T-Shirts mit dämlichen Saufsprüchen. Nein, nein, nein! Bitte nicht!

Solltet Ihr nach einigen geleerten Maß und jeder Menge Gaudi, noch immer noch nicht genug vom Feiern haben, dann feiert Ihr Eure Afterwiesn-Party am Besten im Heart. Das Heart ist die vermutlich hippste Adresse in München, wo Ihr nach den Wies’n landen könnt – auch wenn es per se kein offizieller Afterwiesenclub ist. Hier trifft sich das Who is Who der Szene und jede Menge Celebreties geben sich hier regelmäßig die Türklinke in die Hand. Vorbeischauen lohnt sich!

 

So, genug gequatscht! O’zapft is – ab auf die Wies’n mit Euch! 🙂

 

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1 Comment

  • Als Nordlicht finde ich den ganzen Wiesn-Hype auch immer eher etwas befremdlich. Wahrscheinlich würde ich wie du auch nur Bahnhof verstehen 😀 Manche Worte waren selbst mir bekannt, aber sowas wie „Geh weida!“ habe ich tatsächlich noch nie gehört 😉

    Liebe Grüße
    Lena | http://www.healthylena.de

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