Das Spartan Race – Einmal durch den Matsch und wieder zurück

Einmal wieder Kind sein. Dinge tun, die eigentlich viel zu verrückt sind: Sich im Schlamm wälzen und rumbrüllen. Ungefragt an Dingen hochkraxeln. Grenzen austesten, ohne dabei an Konsequenzen zu denken. Klingt unmöglich? Im Alltag vielleicht, nicht so beim bekanntesten Hindernislauf der Welt: dem Spartan Race.

 

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Am 16. April war es wieder soweit: Das Spartan Race in München ging in die dritte Runde und mit dem Olympiapark hatte sich Reebok als Sponsor und Veranstalter einen denkwürdigen Schauplatz gesichert. Gemeinsam mit den Jungs vom Willya Magazin und den Gewinnern unseres Gewinnspiels, gingen wir an den Start. Wochen vorher noch voller Zuversicht, fingen die Beine dann kurz vor dem Start doch an etwas wackelig zu werden. Ich wollte schon immer am Spartan Race teilnehmen, mich mal so richtig dreckig machen und dabei gemeinsam im Team einfach eine tolle Zeit haben. Doch was einem bei so einem Hindernislauf wirklich erwartet, weiß man nie. Dementsprechend groß war die Aufregung. Nur eines war sicher: 6 km quer durch den Olympiapark mit etwa 20 Hindernissen, die es zu bewältigen galt, lagen vor uns. Wie schmutzig würde es werden? Wie anstrengend wird die Strecke? Schaffen wir das alles überhaupt? Fragen über Fragen, aber um diese beantworten zu können, gab es nur eines zu tun: Augen zu und durch. AROO!

 

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Gemeinsam mit etwa 200 anderen Spartanern aus unserem Startblock erklommen wir als erstes den Olympiaberg, gefolgt von einigen Waldhindernissen, die wir als Team ohne weitere Probleme bezwangen. Doch die Freude währte nicht allzu lange, denn schon kurz danach kamen wir zum ersten Wasserhindernis, bei dem wir mithilfe eines gespannten Netzes einen Bach überqueren mussten. Das alles klappte ziemlich gut, allerdings nicht ohne dabei nass zu werden. 😉

 

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Kurz darauf wurde es dann so richtig dreckig: auf allen Vieren krochen wir auf dem vollkommen aufgeweichten, matschigen Boden unter Stacheldraht hindurch, um im Anschluss direkt wieder knietief in zwei mit Schlamm gefüllten Container zu stecken. Sauber blieb da garantiert niemand. Ich selbst kam vor allem kaum voran, da der Schlamm mehr eine zähe Masse war und diese geschmeidige Bewegungen quasi unmöglich machte. Hinzu kamen kleine bis mittelgroße Kieselsteine, die selbst heute, zwei Wochen nach dem Spartan Race, noch ihre Spuren auf meinem Körper hinterlassen haben. 😉

 

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Nach dem diesem dreckigen „Meet & Greet“ wartete schon wieder der Bach auf uns. Aber nicht nur der, sondern auch eine sehr hohe wackelige Netzwand, die quer durch den Bach gespannt war und die es zu überwinden galt. Für mich war dies eines der schwierigsten Hindernisse, da ich zum einen Höhenangst habe und zum anderen sofort in Panik gerate, wenn es neben der Höhe auch noch sehr sehr wackelig ist. Mithilfe von Toms guten Zusprüchen, schaffte ich aber auch dieses Hindernis und war mehr als froh, als ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen hatte.

 

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Nach weiteren Tragehindernissen (Holzstämme, Betonkugeln und gefüllte Kies-Eimer) war auch das Olympiagelände endlich wieder in Sicht. Doch vorher warteten neben Seilen, die erklommen werden mussten, noch das Speerwerfen auf uns, was jedem von uns 30 Straf-Burpees einbrachte. 😉
Als wir endlich die Tribüne des Olympiastadions erreichten, bekamen wir zwar noch keine Medaille, dafür aber richtig schönen Halsschmuck in Form einer schweren Kette, die wir die Tribüne rauf und runter schleppen mussten. Was war ich froh, als ich das Ding kurz danach endlich wieder los war!

 

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Auf der Zielgeraden kamen wir dann zum nächsten Hindernis: den Monkey Bars, die Technik und Kraft in gleichem Maße fordern und die ich sonst eigentlich ganz gut beherrschte. Allerdings war in diesem Hindernis noch eine senkrechte Stange eingebaut, die so wackelig war, dass ich mich nicht lang genug daran halten konnte und die mir schließlich die nächsten 30 Straf-Burpees einbrachten. Yaaaaay!
Und bevor ich richtig durchatmen konnte, kamen wir schon zum vorletzten Hindernis: eine bewässerte Steilwand, die mit einem Tau erklommen werden musste. Der Anfang war ganz leicht, aber dann rutschte ich oben angekommen nur noch ab und – zack – machte sich meine Höhenangst wieder bemerkbar. So sehr ich auch wollte, ich schaffte es allein einfach nicht auf die andere Seite der Steilwand. Ich war so verzweifelt, so voll Angst zerfressen und durch meine Höhenangst auch noch so gestresst, dass mir die Tränen in die Augen schossen. Ich kann mich an keinen Moment in meinem Leben erinnern, in dem ich so an meine Grenzen kam, wie in diesem Moment. Doch zum Glück waren wir als Team unterwegs und die Jungs „retteten“ mich und zogen mich auf die andere Seite der Steilwand.

Vollkommen aufgelöst, war das Ziel endlich in Sicht. Die letzten Kräfte wurden mobilisiert und gemeinsam sprangen wir über das große Feuerung somit auch über die Ziellinie. Uns wurde die verdiente Medaille umgehängt und gemeinsam als Team feierten wir das Erreichte.

 

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Ein großes Dankeschön gilt an dieser Stelle dem gesamten Team, welches über die komplette Distanz nicht nur super funktioniert, sondern sich auch gegenseitig bedingungslos unterstützt hat. Ein ebenso großes Dankeschön geht an Reebok, die uns dieses tolle Projekt nicht nur ermöglicht, sondern uns auch entsprechend ausgestattet haben. Besonders die Reebok All Terrain Super OR Schuhe haben so ein extremes Profil und lassen Wasser so gut ablaufen, sodass wir uns bei jedem Hindernis top unterstützt fühlten – und das hat bei all diesen Hindernissen wirklich was zu heißen!

Ich bin wahnsinnig stolz auf unsere Leistung und habe dank dem Spartan Race eines auf jeden Fall gelernt: Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die Grenzen setzt und die es genau dann zu überwinden gilt.

 

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Fotos: Willya Magazin
In sportlicher Zusammenarbeit mit Reebok

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