#TravelDiary – Auszeit im Zürserhof

Es gibt Momente im Leben, da möchte man loslassen. Loslassen vom stressigen Alltag. Loslassen von schlechten Erinnerungen. Loslassen von schlechten Gewohnheiten. Man sehnt sich nach Entschleunigung. Nach Ruhe. Nach einer kleinen Auszeit. Oft ist uns gar nicht bewusst, wie sehr wir diese Auszeit benötigen – bis zu dem Moment, in dem wir sie erfahren. Wir sehnen uns nach Menschen und Orten, die uns das Streben nach Perfektion vergessen lassen, um für einen kleinen Augenblick ganz bei uns selbst zu sein.

Die letzten Wochen waren schwierig. Beruflich war die Energie irgendwie raus. Und Privat erst recht. Das Jahr 2016 war beruflich gesehen ein voller Erfolg und es gibt nichts, was ich anders machen würde. Privat war es ein Jahr voller Höhen und Tiefen, welches zum Ende hin, seinen absoluten Tiefpunkt fand. Ich musste raus – raus aus der Stadt, dem altbekannten Terrain. Raus aus dem Arbeitsalltag. Raus aus der Social Media Blase. Einfach weg. Tief einatmen und zu Kräften kommen.

 

More than Holidays

 

Diese Auszeit durfte ich mir vor einigen Tagen im schönen Zürs am Arlberg nehmen. Mit Plakette an der Windschutzscheibe (diese solltet ihr nie vergessen!) und einem Cappuccino in der Hand, schlängelten wir uns über den Arlberg-Pass, um schließlich in das malerische Zürs zu rollen bzw. zu schlittern, denn kurz vor unserer Ankunft bauten wir tatsächlich aufgrund der vereisten Straßen fast noch einen Unfall. Na, so kann der Urlaub ja beginnen! 😉

Im Zürserhof – einem 5-Sterne Wellness & Ski Resort – angekommen, wurden wir nicht nur herzlich empfangen, sondern unsere Wünsche wurden uns quasi von den Augen abgelesen. Ehe wir uns versahen, brachte man uns das Gepäck auf’s Zimmer (oder ich sollte lieber sagen: in unsere Suite) und die Skiausrüstung in den Skiraum.

 

 

Nachdem wir unsere Suite genau inspiziert und für wahnsinnig schön und stilvoll befunden hatten, ging es in die Lobby und wir genossen bei einem heißen Kaffee und offenem Kaminfeuer den Blick auf das eindrucksvolle Skigebiet.

 

Wohlfühlen beginnt beim Dinner

 

Nach dem romantischen Kamin-Moment zu zweit, wurde es auch schon Zeit für das Abendessen. Doch halt, nicht irgendeinem Dinner. Geladen wurden alle Gäste zu einem Gala-Dinner. Der vom Hotel gewünschte Dresscode verlieh dem ganzen ein wahrlich eindrucksvolles Ambiente. Frei nach dem Motto: „Zieh dir etwas Hübsches an und zelebriere dein heutiges Dinner“, war es ein ganz besonderes Erlebnis. Das aufmerksame und trotzdem unangestrengte Service-Personal und das gemütliche und stilvolle Ambiente vom Zürserhof, perfektionierte diesen Gedanken.

Das 5-Gänge-Menü begann mit einem vielfältigen und frischen Salat- und Antipasti-Buffet. Ein Käse-Buffet, mit den verschiedensten Käsesorten, lud zum Probieren ein und auch die anderen Gänge zergingen förmlich auf der Zunge. Das Gala-Dinner im Zürserhof war nicht nur ein visueller Augenschmaus, sondern vor allem auch kulinarisch ein echter Genuss.

 

 

 

Mit vollem Bauch machten wir uns auf zu einem abendlichen Spaziergang und ließen den ersten Abend und die vielen Eindrücke erst einmal Revue passieren. Schon nach nur wenigen Stunden war klar: Der Zürserhof ist definitiv ein Ort zum Abschalten.

 

Wellness auf höchstem Niveau

 

Wir lagen noch im riesigen Kingsize-Bett, als allmählich die Sonne durch die Vorhänge schien. Ich blinzelte verschlafen der Sonne entgegen und musste mich erst einmal sortieren, wo ich mich denn überhaupt gerade befand. Der Tag zuvor hatte sich so surreal angefühlt, dass ich anfangs dachte, ich hätte das alles nur geträumt. Aber ein Blick durch das Zimmer bestätigte mir: „Nein, das hier ist die Realität.“ Wahnsinn.

Nach einer ausgiebigen Dusche ging es zum Frühstück. Natürlich wählten wir den Fensterplatz mit Blick auf das Zürser Skigebiet. Traumhaft schön!
Noch schöner war eigentlich nur das Frühstück selbst. Es gab alles, was das Herz begehrt. Ihr wisst, dass ich es immer wichtig finde, die Balance zwischen „Ich gönne mir etwas“ und „Ich ernähre mich gesund“ zu finden und zu zelebrieren. Aus diesem Grund landeten neben allerlei gesunden Sachen wie frisches Obst, Joghurt, Eier, Nüsse usw. auch weniger gesunde, dafür aber unfassbar leckere Schmankerl auf unserem Frühstückstisch: Waffeln, Pancakes, Crepés … Mhhhmm … lecker!

Meine Empfehlung: Genießt im Zürserhof unbedingt die Waffeln mit Zimt und Zucker – ich hab selten so leckere und fluffige Waffeln gegessen! 🙂

 

 

 

Nach dem Frühstück ging es für uns in den Spa-Bereich vom Zürserhof. Wobei „Spa-Bereich“ hier wohl etwas untertrieben ist. Fünf ineinander übergehende Ebenen auf insgesamt 3.200 Quadratmetern laden zum Relaxen und Verwöhnen ein. Wir schmissen uns in unsere Bademäntel und erspähten zunächst den Infinity-Pool mit Blick auf das Skigebiet. Dass wir uns bei dem Ausblick nicht zweimal bitten lassen mussten, bedarf wohl keiner weiteren Erklärung. 😉

 

 

Aber auch sonst blieben neben dem Infinity-Pool keine (Wellness-)Wünsche offen. Ich bin ein großer Fan vom Saunieren und mir kann es gar nicht heiß genug sein. Leider musste ich jedoch bei unserem Aufenthalt, aufgrund meiner frisch operieren Nase, einen Gang zurückschalten. Nichtsdestotrotz genossen wir die einzelnen Saunagänge in der Dampf-, Aroma-, Infrarot- und Finnischen Sauna sehr. Ordentlich verschwitzt ging es dann unter die Dusche und ins Eisbecken. Eingekuschelt in unsere Bademäntel, genossen wir schließlich das tolle Wetter an der frischen Luft. Ich glaube, ich war selten so ausgeglichen und entspannt.

 

 

 

Nach einigen Saunagängen zog es uns in die Ruheräume. Auch hier schaffte es der Zürserhof sich noch einmal selbst zu übertreffen. Den großen Ruheraum, der sich auch in Nähe des Infinity-Pools befand, schmückten nicht nur unzählige Liegemöglichkeiten, nein, auch ein offener Kamin war vorhanden. Im vorderen Teil des komplett verglasten Raumes (Was für ein Ausblick!), befanden sich unzählige Liege- und Sitzmöglichkeiten. Im hinteren Teil des Raumes, erspähten wir dann das absolute Highlight: beheizte Wasserbetten. So muss der Himmel aussehen! 🙂

 

 

Das eigentliche Highlight war aber das Private Spa, welches man uns zur Verfügung stellte. Dieser ganz besondere Luxus war eine vollkommen neue Erfahrung, denn wann hat man schon einmal einen ganzen Spa-Bereich für sich alleine? Zwei Stunden langen konnten wir uns hier nach allen Sinnen verwöhnen lassen. Eine 50-minütige Ganzkörper-Aromaöl-Massage machte dieses Erlebnis perfekt. Während der gesamten Zeit im Privat Spa, wurden wir immer wieder mit Tee, leckeren Smoothie-Cocktails, Champagner, frischem Obst und weiteren süßen und salzigen Snacks verwöhnt.

 

 

Stress, Druck, Anspannung und Ballast? Auf einmal waren dies alles Fremdworte für uns. Ich fühlte mich so ausgeglichen, wie noch nie in meinem Leben. Diese innere Ruhe war göttlich. Ich war angekommen – und das nach nur wenigen Stunden. Im Alltag streben wir immer und immer wieder nach dem ewigen Fortschritt, wollen nicht nur im Job oder beim Sport der Beste sein. Doch hier ging es um etwas anderes: Um Ruhe. Um Besinnlichkeit. Um eine Auszeit. Wir alle müssen lernen, wieder mehr auf unseren Körper zu hören; zu spüren, was ihm und uns gut tut und was nicht. Dieses ewige Streben nach Perfektion, immer besser sein zu wollen als andere, ist vielleicht in dem Moment eine Genugtuung, wirklich glücklich macht es uns auf Dauer aber nicht.

 

Welcome to Winter Wonderland

 

Nach dem Frühstück am nächsten Tag entschlossen wir uns, die Umgebung von Zürs ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Also: wetterfeste Kleidung angezogen und los geht’s! 🙂

Unser erster Halt war Bludenz: „Ein kleines süßes Städtchen mit schönen Einkaufsmöglichkeiten.“, wie uns versprochen wurde. Dort angekommen war dort aber leider nicht so viel los. Die meisten Geschäfte hatten aufgrund der Mittagspause geschlossen und die „Innenstadt“ war wie ausgestorben. Also fuhren wir zurück nach Zürs und von dort aus weiter nach Lech. Hier hatten wir deutlich mehr Glück und ärgerten uns ein bisschen, dass wir nicht von Anfang an nach Lech gefahren sind. Aber wenn wir mal ehrlich sind: mit dem Auto durch die verschneite Landschaft zu fahren, ist jetzt auch nicht soooooo schlecht. 😉

 

 

In Lech angekommen erspähten wir schon kurz darauf zwei Pferdeschlitten. Das innere Kind in mir hüpfte vor Freude hibbelig auf und ab und wollte unbedingt mit dem Schlitten die Gegend erkunden. Gesagt, getan. Wir kuschelten uns unter die dicken Decken, die auf dem Schlitten für uns bereit lagen und schon ging es los.

Nachdem wir Lech verlassen hatten, führte uns der Weg durch einen kleinen geheimnisvollen, verschneiten Wald. Die Sonne glitzerte zwischen den Bäumen hindurch und der heiße Atem der Pferde stieg in der kalten Luft empor. Ein fabelhafter, mystischer Anblick.

 

 

Unser Kutscher Rainer war mindestens genauso herzlich, wie alle Menschen, die wir auf unserem Trip bisher kennen gelernt hatten. Er erzählte uns, dass das niederländische Königspaar über die Wintermonate gerne nach Zürs bzw. Lech käme und er das Vergnügen habe, ihnen mit dem Pferdeschlitten die Landschaft zu zeigen. Ob wahr oder nicht – wir glaubten ihm einfach mal seine Geschichte und genossen die malerische Kulisse.

Bevor unsere Fahrt endete, nutze ich die Gunst der Stunde und schoss noch einige Fotos mit den beiden Pferden, die übrigens Pia und Samantha hießen. Pia war das perfekte Pferd für Fotos, da sie immer (aber auch wirklich IMMER!) genau in die Kamera schaute. Falls es also mit der Schlitten-Karriere irgendwann nichts mehr wird – liebe Pia, ich buche dich als tierisches Fotomodell! 😉

 

 

Am Abend ging es dann zu unserem letzten Dinner im Zürserhof. Für den nächsten Tag hatten wir die Abreise früh geplant, da wir aufgrund der Wetterverhältnisse auf keinen Fall im Dunkeln zurück nach München fahren wollten.
Wie auch an den Abenden zuvor, war das Essen einmalig lecker. Eine Pianistin spielte sanfte Musik und das aufmerksame Service-Personal machte auch den letzten Abend erneut perfekt.

Als wir nach dem Abendessen wieder auf unsere Suite kamen, entdeckten wir, dass unsere Betten bereits aufgeschlagen waren und das Fernseh-Programm auf dem Bett bereit lag. Diese und viele weitere Kleinigkeiten, die wir immer mal wieder während des gesamten Aufenthalts im Zürserhof entdeckten, machte das stilvolle Ambiente einfach perfekt. Im Zürserhof hat man immer das Gefühl ein ganz besonderer Gast zu sein und nicht nur einer von vielen. Und das habe ich so (trotz vieler vieler Reisen) noch nicht erlebt.

Mit diesen Eindrücken, entfachten wir schließlich ein letztes Mal den zimmereigenen Kamin und genossen den restlichen Abend in Zweisamkeit in unserer Suite.

 

 

Die letzten Stunden im Zürserhof brachen an und wir waren ein bisschen traurig darüber, dass die Zeit schon wieder so schnell vergangen war und der Abschied kurz bevor stand. Bevor wir losfuhren, wollten wir aber unbedingt noch die hauseigene Tennisanlage ausprobieren. Ich selbst habe über zehn Jahre lang aktiv im Verein und mehrere Turniere gespielt, spielte aber auch mindestens schon genauso lange aus zeitlichen Gründen nicht mehr. Ihr könnt euch also vorstellen, wie gespannt ich war, was und vor allem wie viel von meiner Leistung von früher, übrig geblieben war.

 

 

Nach einem kleinen Einspielen ging es auch schon los. Das Gefühl nach über zehn Jahren zum ersten Mal wieder auf dem Platz zu stehen und zu wissen, dass ich gleich wieder meine ersten Bälle schlagen werde, war wirklich unglaublich. Mir war nicht bewusst, wie sehr ich das Tennis spielen vermisst hatte – bis zu diesem Augenblick. Glücklicher Weise ist von meiner Leistung von früher doch einiges hängen geblieben und ich gewann unser Match haushoch mit 6:3 / 6:0 / 6:2.

Den Tennisplatz werde ich jetzt wieder regelmäßig besuchen – wie ich mit dieser tollen Sportart jemals aufhören konnte, ist mir aber bis heute unbegreiflich.

 

Time to say Goodbye

 

Nach unserem Tennis-Match ging es ein letztes Mal in unsere Suite zum Duschen und Koffer packen, denn ein letztes Mittagessen wollten wir uns im Zürserhof nicht entgehen lassen. Im Restaurant angekommen, stießen wir ein letztes Mal mit Champagner auf dieses sagenhafte Ambiente und die wunderschöne Zeit im Zürserhof an. Wir ließen noch ein letztes Mal unsere Blicke durch die Räumlichkeiten schweifen und waren begeistert, mit wie viel Liebe zum Detail alles eingerichtet war.

 

 

 

Beim Abschied überraschte uns Frau Skardarasy mit einem kleinen Geschenk aus dem Spa-Bereich, sodass wir – laut ihrer Aussage – das entspannte Gefühl auch noch ein bisschen mit nach Hause nehmen können.
Während wir uns persönlich von Frau Skardarasy verabschiedeten, brachte das aufmerksame Personal unser Gepäck ins Auto und legte dort für die Rückfahrt auch noch zwei Wasserflaschen bereit. Danke, für so viel Aufmerksamkeit!

Vier Tage voller Achtsamkeit in einem luxuriösen Ambiente mit herzlichen Menschen liegen nun hinter mir und ich kann diese all diese prägenden Eindrücke kaum in Worte fassen. Ich bedanke mich bei der Familie Skardarasy und bei dem gesamten Team des Zürserhofs für die wunderbare Zeit bei Euch – es war traumhaft schön und wir kommen bestimmt bald wieder! 🙂

 

Zürserhof Hotel GmbH
Zürs 75
A – 6763 Zürs

hotel@zuerserhof.at | +43(0)5583-25 13 0

www.zuerserhof.at

 

 

3 Comments

  • Bea, die Bilder sehen richtig toll aus und man kann sich gut vorstellen was ihr erlebt habt. Ich glaube ich muss den Zürserhof auch mal besuchen. 🙂

    Liebe Grüße an dich :*

  • Ein ganz toller einzigartiger Kommentar, ehrlich und gefühlvoll geschrieben, sie haben recht , dürfte es auch Jahre im zürserhof erleben, aber nur als Mitarbeiterin, es war einfach nur schön , und mein Herz ❤️ ist immer noch im zürserhof!!!!!

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