Veganes Pizzabrot

Gestern war er wieder: Einer dieser Tage, an denen sich unverhofft eine halbe Stunde vorher Besuch ankündigt, man vollkommen gestresst zum Kühlschrank hetzt und hofft, dass sich in ihm zumindest irgendetwas halbwegs essbares befindet, was man seinen herbeieilenden Gästen kredenzen kann. Neben etwas veganem Käse und ein paar Gewürzgurken, befand sich allerdings nicht sonderlich viel in meinem Kühlschrank.
Kein Wunder, wenn man sich ungefähr 14 Stunden am Tag auf die eigene Karriere konzentriert, bleibt nicht mehr allzu viel Zeit noch groß einkaufen zu gehen – schon gar nicht, wenn man in Bayern wohnt und die Supermärkte pünktlich um kurz vor acht nicht nur die Brotmaschine, sondern auch die Kasse dicht machen …

Vollkommen genervt, wollte ich gerade zum Telefon greifen und den nächsten Pizzadienst anrufen, als mir aus dem Augenwinkel Mehl, Knoblauch und Peperoni ins Auge stachen. Schnell legte ich den Hörer auf, an dem mir bereits ein Mitarbeiter des Lieferservices gewohnt unfreundlich ins Telefon blökte: „Lieferdienst *Piep*, was du wollen haben?!“
Ich legte das Telefon beiseite und entschied mich, mein eigenes (veganes) Pizzabrot zu backen.
Also sammelte ich alles zusammen, was in meiner Küche noch zu finden war, halbwegs in einen Pizzabrot-Teig passen könnte und fing an. Dabei entdeckte ich vollkommen neue Talente eines Pizzabäckers, die wohl tief seit 25 Jahren in mir schlummerten.

Überraschender Weise ging die Zubereitung und auch das Backen an sich relativ fix, sodass ich genau in dem Moment das frisch duftende Pizzabrot aus dem Ofen holte, als meine Gäste an der Tür klingelten.
„Oh, hier riecht es aber lecker! So viel Mühe hättest du dir doch gar nicht machen müssen!“, tönte es aus dem Flur.
– „Ach, für meine Gäste nur das Beste!“, grinste ich und servierte ihnen kurz darauf das frisch gebackene Pizzabrot.

Wenn die wüssten … 😉

 

 

250 g Mehl
2 TL Trockenhefe
½ TL Zucker
½ TL Salz
5 Knoblauchzehen
2 EL frisch zerkleinerter Oregano
1 ½ rote Peperoni
2 EL frisch zerkleinerter Rosmarin
3 EL Olivenöl

 

 

Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker in eine Rührschüssel geben und gut miteinander vermengen. 150 ml lauwarmes Wasser dazugeben und mit dem Stiel eines Holzlöffels gut verrühren. Schließlich den Teig an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen. Etwa 15 Min. vor Ende der Gehzeit den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Knoblauch schälen und fein hacken. Ebenso auch die Peperoni waschen, entkernen und klein hacken. Beides zusammen mit dem Oregano, Öl und Rosmarin in einer Schüssel gut miteinander vermengen.
Nach Ende der Gehzeit gibt ihr eure Oregano-Rosmarin-Knoblauch-Peperoni-Mischung zum Teig dazu und hebt es gleichmäßig unter den Teig. Halbiert den Tag nun mit bemehlten Händen und formt aus jeder Teighälfte eine kleine Pizza. Mit der Gabel mehrmals den Teig einstechen und im Backofen für 10-12 Minuten backen. Die gleiche Prozedur vollzieht ihr schließlich auch mit der zweiten Teighälfte.

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