Best Practise – So bloggst du erfolgreich!

Schon öfters wurde ich von euch gefragt, wie mein Arbeitsalltag als Bloggerin eigentlich aussieht und wie ich das Bloggen zu meinem Beruf machen konnte.

Leider denken noch immer sehr viele Menschen, dass man als Bloggerin mal eben schnell ein Foto von sich macht, dieses bei Instagram mit einer netten Bildunterschrift ausschmückt, noch eben schnell ein paar lieblose Texte für den Blog in die Tasten haut und – zack – ist die nächste It-Bag auch schon wieder finanziert. Dass viel mehr Arbeit dahinter steckt, vermuten die wenigsten. Recherchieren, schreiben, optimieren und veröffentlichen – ein wesentlicher Teil meiner Arbeit als Bloggerin lässt sich mit den klassischen Aufgaben einer Onlineredakteurin vergleichen. Und dabei bedarf es viel mehr Organisation und vor allem Leidenschaft, als mal eben schnell ein Bild bei Instagram hochzuladen.

Im heutigen Beitrag möchte ich euch deshalb ein wenig mehr über meine Arbeit hinter der schönen Fassade zeigen, welche Hilfsmittel ich für die Umsetzung meiner Projekte benötige und wie auch ihr erfolgreich bloggen und professionell große Projekte umsetzen könnt.

 

 

Tipp 1: Entscheide, ob eine Marke oder ein Produkt zu dir passt

Ich weiß, gerade zu Beginn freut man sich über jede noch so kleine Anfrage. Aber bitte nehmt nicht alles an! Eines meiner ersten Kriterien bei Anfragen ist immer, ob der Inhalt der Kooperation, die Marke und das Produkt zu mir und meinem Blog passt. Ob ich mich damit identifizieren kann. Wenn nicht, kommt eine Kooperation gar nicht erst zustande – egal wie schön und blumig sie beschrieben ist. Ich weiß, „Nein“ sagen kann gar nicht so einfach sein, aber es ist essentiell wichtig, um langfristig Erfolg mit seinem Blog zu haben. Natürlich kann man Projekte annehmen, um kurzfristig etwas Geld zu verdienen. Langfristig zu denken und auf Qualität statt Quantität zu setzen, bringt euch aber viel mehr als kurzfristig verdientes Geld.

 

Tipp 2: Beantworte E-Mails zeitnah

Wenn man einen Blog noch nicht Vollzeit betreibt, ist es natürlich schwierig, sein Mailfach neben seinem eigentlichen Job im Blick zu behalten. Jedoch ist gerade das zeitnahe Antworten auf E-Mails sehr sehr wichtig, damit einem eine mögliche Kooperationen nicht durch die Lappen geht. Ich antworte innerhalb von maximal drei Tagen und habe gelernt, ganz klar meine Prioritäten zu setzen. Agenturen und Unternehmen haben in der Regel ein sehr enges Zeitfenster und müssen planen können. Wer sich nach einer Woche also immer noch nicht gemeldet hat, ist bereits mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit schon durch jemand anderen ersetzt worden. Daher meine Empfehlung für euch: Setzt euch jeden Abend eine Stunde hin und beantwortet die Mails in eurem Postfach und sei es nur mit einer kurzen Notiz, dass man die E-Mail erhalten hat und sich noch einmal bezüglich genaueren Details beim Kunden meldet. Oder ihr sagt direkt ab, falls ihr kein Interesse an einer Kooperation habt. Das erspart euch unnötigen Stress und der Kunde/die Agentur kann weiterplanen.

Ein weiterer Tipp von mir ist die richtige Organisation der eingehenden und ausgehenden Mails. Ich markiere mir zum Beispiel Mails mit hoher Priorität und lege für jedes Projekt/jede Kooperation Ordnerstrukturen an. Falls nötig lege ich mir Mails auf Wiedervorlage und verknüpfe wichtige Ereignisse im Kalender. Hierzu hat sich Microsoft Outlook als Hilfsmittel sehr bewährt. Um ehrlich zu sein, steigt die Anzahl der eingehenden Mails mit zunehmender Reichweite rasant an, sodass es manchmal wirklich schwer fällt, den Überblick zu behalten. Zum Glück gibt es hier Funktionen wie die „Clutter“-Funktion von Outlook, die Nachrichten mit niedriger Priorität für mich schon vorsortiert.

 

 

Tipp 3: Erstelle Beispiel-Kooperationen und Konzepte

Als Blogger ist man inzwischen einer unter vielen, weshalb eine eigene Kunden- und Auftragsakquise inzwischen schon lange keine Seltenheit mehr ist. Wer von sich aus an Kunden herantritt, muss hier vor allem eines tun: überzeugen – und das möglichst schnell und nachhaltig.
Schickt nicht wahllos irgendeine E-Mail raus, sondern setzt euch vorher hin und macht euch Gedanken. Informiert euch über das Unternehmen bzw. die Marke. Zeigt echtes Interesse. Überlegt euch, was die Marke ausmacht und was die Kampagne, die gerade gespielt wird, auszeichnet. Habt ihr schon erste Ideen für eine mögliche Umsetzung? Dann setzt euch hin und arbeitet ein kleines Konzept aus. Oder schickt Beispiel-Kooperationen von anderen Kunden mit, damit euer Gegenüber sich ein Bild von eurer Arbeit machen kann. Diese kleine Veranschaulichung könnt ihr entweder ganz bequem in Microsoft Word erstellen (und ggf. später zum PDF-Dokument konvertieren) oder ihr erstellt direkt eine PowerPoint Präsentation, in der ihr dem Kunden eure Ideen schmackhaft machen könnt. Ich wähle meistens direkt letztere Variante, auch wenn dies etwas länger dauert. Auf diese Weise erzeuge ich Eindruck und überzeuge den Kunden durch kreative Ideen.

 

 

Tipp 4: Erstelle Unique-Content

Bei der Planung und Konzeption von Kooperationen lege ich besonders viel Wert darauf, dass es keine Massen-Kooperationen sind. Ich möchte viel lieber Teil von kleineren individuellen Projekten sein, als eine Bloggerin unter vielen, die bei einer großen unpersönlichen Werbekampagne mitwirkt. Das versuche ich meinen Kunden auch immer wieder zu erklären und sage oftmals Jobs ab, die nicht meinen Prinzipien entsprechen. Man muss sich immer vor Augen halten, warum man gebucht wird: die Reichweite ist das eine, die Authentizität das andere. Und die erlange ich nur, in dem ich mir selbst treu bleibe. Eine persönliche Geschichte ist mir einfach lieber, als eine reine Produktplatzierung, die man schon auf fünfzig anderen Blogs gesehen hat.

Für jede Kooperation ist es mir daher wichtig, individuellen und liebevoll gestalteten Content zu kreieren. Diesen überlege ich mir vorab schon in der Konzeption. In der Regel gibt es einige Eckpfeiler vom Kunden, an die ich mich halten muss (beispielsweise Wording, Bildstimmung etc.), ich bin jedoch grundsätzlich immer relativ frei in der Gestaltung der Umsetzung. Erste Ideen und Gedanken halte ich hier immer in Microsoft OneNote fest. Hier kann ich in erster Linie Dokumente und Dateien, die mir bei der Ideenfindung helfen ganz einfach und unkompliziert erstellen, editieren und speichern. Und dies kann ich dank der in Microsoft Office 365 enthaltenen Microsoft OneNote App, nicht nur am Rechner im Büro, sondern auch super flexibel von unterwegs aus. Automatisch werden hier die Notizbücher immer wieder synchronisiert, sodass ich auch beispielsweise in der Bahn meine Notizen lesen, ggf. korrigieren und etwas hinzufügen kann.

 

Tipp 5: Nutze hochwertiges und sinnvolles Equipment

Natürlich könnt ihr eure Fotos mit eurem Smartphone machen, wer aber dauerhaft hochwertigen und qualitativen Content für seinen Blog und seine Social Media Kanäle erstellen möchte, sollte hier nicht nur in eine gute Kamera und verschiedene Objektive investieren, sondern auch in vielerlei andere Gadgets, die eure Content-Produktion und euren Arbeitsablauf vereinfachen. Mit welchen Tools, Programmen und anderen wichtigen Gadgets ich meinen Arbeitsalltag bestreite, möchte ich euch in dieser Kategorie zusammenfassen:

 

Spiegelreflexkamera

Nahezu alle meine Bilder shoote ich inzwischen mit meiner Canon 5 D Mark IV. Ich war schon immer Team Canon, letztendlich ist das aber einfach Geschmacksache. Natürlich muss es zum Einstieg nicht direkt eine Profi-Kamera sein. Ich habe damals mit einer Canon EOS 1100D angefangen, bin dann zum Modell Canon EOS 70D gewechselt und nun mit meiner Canon EOS 5 D Mark IV mehr als glücklich. Als Einsteiger-Modell würde ich euch entweder die 70 D empfehlen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist super und ihr werdet lange Zeit viel Freude mit dieser Kamera haben. Alternativ könnt ihr euch eine solche Kamera beim Fachgeschäft auch mal ausleihen. Auf diese Weise könnt ihr ausprobieren und schauen, ob ihr wirklich Spaß daran habt und ob sich eine solche Investition für euch lohnt.

 

Objektive

Neben einer guten Kamera und die gängigen Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop und Lightroom, sind natürlich auch ebenso hochwertige Objektive das A & O, wenn man schönes Bildmaterial generieren möchte. Ich fotografiere am Liebsten mit verschiedenen Festbrennweiten (50 mm / 85 mm / 30 mm), da diese sich hervorragend für Sport-, Outfit-, oder Portrait-Fotografie eignen. Festbrennweiten haben gegenüber von Zoom-Objektiven den Vorteil, dass der Schärfegrad immer etwas höher ist, als bei Zoom-Objektiven.

Für Fotografie-Neulinge und Einsteiger empfehle ich euch ein 50 mm- Objektiv, da es relativ leicht ist und ein super Preis-/Leistungs-Verhältnis bietet. Am liebsten mag ich übrigens die Objektive von Canon und/oder Sigma.

 

Speicherkarten/Softboxen

Augen auf bei der Auswahl der Speicherkarten. Eine Speicherkarte ist nicht gleich eine Speicherkarte und es gibt diverse Unterschiede. Neben der Speichergröße, ist auch die Schreib- und Lesegeschwindigkeit ausschlaggebend. Umso schneller eure Kamera auslösen kann, umso schnell muss auch die Speicherkarte sein, um die Bilder schnell auf den Speicher schreiben zu können. Vor allem bei bewegten Aufnahmen (z.B. Sportfotos) macht eine schnelle Speicherkarte absolut Sinn.
Ich verwende aktuell für meine Canon 5 D Mark IV eine SanDisk 64 GB Extreme Pro-Speicherkarte. Diese ist von der Geschwindigkeit absolut ausreichend und erleichtert mir das Fotografieren bei jedem Shooting.

Auch wenn ich ein großer Fan von natürlichem Licht bin, kann eine Softbox bei schwierigen Lichtbedingungen wirklich hilfreich sein. Hier müssen es auch nicht die teuersten Profilmodelle sein, um seine Bilder professionell auszuleuchten. Basicmodelle sind hier vollkommen ausreichend, wenn auch nicht super leistungsfähig, aber sie tun ihren Job. Und darauf kommt es schließlich an, oder?

 

Tools & Programme

Um Arbeitsabläufe möglichst effizient und einfach durchführen zu können, sind neben dem Equipment auch bestimmte Tools und Programme notwendig, mit deren Hilfe ich meine Ideen möglichst professionell und unkompliziert umsetzen kann. Über all die Jahre hat sich hier Microsoft Office 365 bewährt gemacht, welches mir den Zugang zu den mir bereits vertrauten Programmen wie Word, Excel, Powerpoint etc. liefert. Microsoft Office 365 ist ausschließlich als Abo Modell verfügbar, was mir den großen Vorteil bietet, dass ich hierdurch immer mit der neusten Version aller Programme arbeiten kann. Gleichzeitig bietet Office 365 mir den Vorteil, dass ich alle enthaltenen Programme auf bis zu 5 Devices nutzen kann. Ein echter Vorteil, wenn ich man wie ich viel unterwegs ist und vielleicht den Laptop gerade nicht zur Hand hat.

Ihr seid neugierig geworden? Dann habe ich jetzt noch ein kleines Geschenk für euch: Beim Kauf eines der Microsoft Office 365 Packages unter dem Link https://www.cuponation.de/microsoft-bea erhaltet ihr innerhalb der nächsten drei Tage als Dankeschön eine 20 Euro-Giftcard (nutzbar für alle Produkte im Microsoft Store). Wichtig: Die Giftcard muss bis Ende Juni 2018 eingelöst werden.

 

 

Tipp 6: Arbeite professionell

Wer mit seinem Blog (langfristig) ernst genommen werden möchte, muss eine gewisse Professionalität an den Tag legen. Zuverlässigkeit ist nicht nur ein Wort, sondern eine Tugend, denn niemand arbeitet gerne mit jemanden zusammen, der sich nicht an Absprachen hält und kein richtiges Interesse an der Zusammenarbeit zeigt. Professionell zu arbeiten bedeutet daher für mich, zeitnah auf wichtige Mails zu antworten, Interesse zu zeigen, ehrlich zu sein, auch mal seinen Standpunkt zu vertreten und last but not least einfach eine gute hochwertige Arbeit abzuliefern. Die Chance beim nächsten Mal erneut gebucht zu werden, ist gleich viel höher, wenn ein Kunde mit euch und eurer Arbeit zufrieden war.

Ebenso heißt professionell zu arbeiten sich an Timings zu halten. Dies gilt nicht nur beim Beantworten von Mails, sondern auch für die Abgabe des produzierten Contents beim Kunden. Die Postings müssen vorab mit dem Kunden koordiniert und auch der Content vorab bereit gestellt werden. Ich bin dazu übergegangen, den Text als auch das Bildmaterial via Microsoft OneDrive an meine Kunden zu übermitteln. Dies hat den Vorteil, dass der produzierte Content organisiert und übersichtlich für den Kunden abrufbar ist. Gleichzeitig können Änderungen unmittelbar eingearbeitet werden und sind sofort für beide Seiten verfügbar. Microsoft OneDrive hat darüber hinaus den Vorteil, dass ausreichend Speicherplatz zur Verfügung steht. Durch das Office 365 Paket stehen insgesamt 1 TB Online-Speicherplatz für hochauflösendes Bildmaterial, Screenshots der Postings o.ä. bereit.

 

 

Tipp 7: Verkauf dich nicht unter Wert!

Ich kann gar nicht aufzählen, wie oft ich Kooperationsanfragen mit folgendem Satz gelesen habe: „Für Blogger-Kooperationen hat der Kunde aktuell leider kein Budget eingeplant.“ Oder: Gerne würden wir mit dir noch genauer über die Vergütung in Form von Produkten sprechen.“ Auch schön sind Angebote wie: „Du darfst dir für 20 Euro etwas in unserem Online-Shop aussuchen.“ Halleluja. Ich weiß, dass vielleicht einige schnell dazu verleitet werden, sich mit einem tollen Outfit oder ein schickes Paar Schuhen abspeisen zu lassen, weil die Produkte ja wirklich ganz schön sind. Doch wie sollen wir Blogger jemals ernst genommen und für unsere Arbeit angemessen entlohnt werden, wenn man mit dieser Zusage am Ende nicht nur sich selbst, sondern die gesamte Branche kaputt macht? Eurer Blog und eure Arbeit ist definitiv mehr wert, als ein schönes paar rote Pumps.

Aber wie finde ich denn eigentlich heraus, was eine angemessene Vergütung für meine Arbeit ist? Berechtigte Frage. Hierfür relevante Faktoren sind vor allem euer zeitlicher Aufwand, eure Reichweite, eure Qualität und eure Zielgruppe. Ich habe mich im Laufe der Jahre Schritt für Schritt herangetastet, denn es gibt keine allgemein gültige Formel, nach der man individuelle Kooperationen abrechnen kann. Wichtig ist aber immer, den eigenen Wert zu kennen und seine eigene Arbeit wertzuschätzen. Riskiert lieber ein oder zweimal einen Auftrag nicht zu bekommen, als am Ende ausgenutzt zu werden. Tauscht euch mit Blogger-Kollegen aus und probiert einfach aus. Nach und nach werdet ihr ein Gefühl dafür bekommen, was ihr bei einem Kunden für eure Arbeit verlangen könnt. Ein guter Anhaltspunkt hierfür ist übrigens auch InfluencerDB, mit dessen Hilfe ihr euren und auch den Wert von anderen Influencern ungefähr ermitteln könnt.

 

Tipp 8: Mach dich rar!

Presse- und Bloggerevents sind etwas tolles und natürlich freut man sich, wenn wieder eine neue Einladung im Postfach landet. Insbesondere am Anfang ist es auch enorm wichtig, sich in der Branche einen Namen zu machen und das Gesicht hinter dem Blog so häufig wie nur möglich zu präsentieren und Bekanntschaften zu schließen. Und trotzdem: irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich am Markt etabliert hat, schon einige Kooperationen mit globalen Firmen vorweisen kann und Marken und Agenturen euren Namen kennen. An dieser Stelle ist es enorm wichtig, den eigenen Marktwert zu kennen und nicht mehr auf jeder Hochzeit zu tanzen. Es gilt: willst du gelten, mach dich selten. Inzwischen suche ich mir die Events, die ich besuche ganz bewusst aus – allein schon aus Zeitgründen. Aber ich habe eben auch gelernt, dass ich nicht überall dabei sein muss, um interessant und authentisch zu bleiben.

 

 

Ich hoffe sehr, dass euch der Artikel gefallen und ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht hat. Wenn ihr langfristig auf dem Blogger- und Influencer-Markt bestehen wollt, versucht euch bei eurer Arbeit immer wieder eines bewusst zu machen:

 

„Quality is the best business plan.“

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit Microsoft & Cuponation

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.