Balance-Akt: Warum Gleichgewichtstraining so wichtig ist

Da sind sie wieder: Die guten alten Vorsätze für’s neue Jahr. Wir wollen uns besser ernähren, mehr Sport treiben und insgesamt fitter werden.
Doch egal, für welche Sportart man sich auch entscheidet – oft muss nicht nur der innere Schweinehund mitspielen, sondern auch der eigene Gleichgewichtssinn. Und der ist bei vielen inzwischen ganz schön verkümmert. Ich merke es auch oft an mir selbst, dass ich mit dem Gleichgewicht so meine Schwierigkeiten habe (wobei das wohl primär an meinen Klumpfüßen liegt). Selbst die einfachsten Übungen, wie auf einem Bein stehen, fallen mir schwer. Und wem Dinge schwer fallen, der macht sie oft nicht. Dabei ist das Gleichgewichtstraining bzw. Koordinationstraining enorm wichtig, um unsere Wahrnehmung von Körperbewegungen stärken und schulen zu können. Das Gleichgewichtstraining kann also sogar Verletzungen verhindern, denn falls ihr mit eurem Fuß einmal umknicken solltet (Stichwort: High Heels), reagiert sofort euer Reaktionsmechanismus, den ihr durch das Gleichgewichtstraining geschult habt und verhindert die Verletzung.

 

 

Steigerung der Schwierigkeit

 

Wie auch bei anderen Trainingseinheiten (z.B. Bodyweight Training) ist es auch beim Gleichgewichtstraining wichtig, die Schwierigkeit der Übungen zu steigern. Je weniger feste Kontaktpunkte der Körper zum Boden hat, umso mehr wird man gefordert, das Gleichgewicht zu halten. Für die Steigerung des Schwierigkeitsgrades kann man entweder die Kontaktpunkte des Körpers mit dem Boden reduzieren, man schließt den Sehsinn aus oder man erschwert die Übung durch den Einsatz eines Trainingsgerätes.

 

Apropos Trainingsgeräte …

 

Im Zuge der Behandlung meiner Klumpfüße durch Physiotherapie, habe ich im Laufe der Jahre wirklich viele Sportgeräte ausprobiert, die den Gleichgewichtssinn schulen und die Stabilität und Koordinationsfähigkeit verbessern sollen. Neben der Turn-Turtle, habe ich als Kind damals hauptsächlich auch auf dem Airex Balance Pad trainiert. Letzteres benutze ich heute immer noch ab und an, doch seit einigen Monaten habe ich ein neues Trainingsgerät entdeckt, welches mir sicher als Kind schon jede Menge Spaß gemacht hätte: Den MFT Challenge Disc 2.0.

 

 

Der MFT Challenge Disc 2.0 ist ein intelligentes Trainingsgerät, welches die eigene Balancefähigkeit analysiert. Er enthält Bewegungssensoren mit einem Bluetooth Modul zur kabellosen Kommunikation mit einem iOS-, Windows- oder Android Mobilgerät. Als ich den Challenge Disk 2.0 zum ersten Mal in der Hand hielt, dachte ich, dass es jetzt sicher Ewigkeiten dauern würde, das Gerät richtig einzustellen bzw. einen komplizierten Aufbau meistern müsste. Das war zum Glück nicht der Fall, da der Challenge Disc 2.0 schon fertig montiert war. Es konnte also direkt losgehen. Vor der ersten Benutzung musste das gute Stück kalibriert werden, d.h. das Trainingsgerät muss sich auf einen ebenmässigen Untergrund befinden und niemand darf auf dem Gerät stehen. Einmal kalibriert ist die Benutzung ein Kinderspiel. Ich startete zunächst mit der Einstellung „Test“, um herauszufinden, wie gut oder weniger gut ich mein Gleichgewicht verlagern kann. Ergebnis: Auf einer Skala von 1 bis 5 (1 ist übrigens der beste Wert), erreichte ich tatsächlich Stufe 5! Mal ehrlich, ich war mir wirklich nicht bewusst, dass ich gleich SO einen miesen Gleichgewichtssinn habe …

Ermutigt, etwas ändern zu wollen, startete ich das virtuelle Spiel „Training“ auf meinem iPad. Hier muss man einen virtuellen Ball in einer bestimmten Position halten (mittig) oder ihn in verschiedene Richtungen bewegen (links, rechts, vor und zurück, kreisen usw.).Klingt einfach? Hah! Vielleicht bei Stufe 5, aber versucht das mal bei einem höheren Schwierigkeits-Level …

 

 

Fast noch unerbittlicher als die Übungen selbst, waren die anschließenden Ergebnisse. Schwarz auf weiß sah ich sie vor mir: die eigenen Schwächen und die damit verbundene erreichte Punktzahl. Ich muss an dieser Stelle nicht noch einmal extra betonen, wie niedrig diese bei mir ausfiel, oder? 😉
Nichtsdestotrotz macht der MFT Challenge Disc 2.0 unglaublich viel Spaß und ist auch für Kinder ein tolles Trainingsgerät, um das Gleichgewicht, die Stabilität und Koordinationsfähigkeit deutlich zu verbessern. Und wir alle wissen ja: Übung macht den Meister! 🙂

 

 

Vorteile des Gleichgewichttrainings

 

Eine starke Tiefen- und Haltungsmuskulatur

Gerade im Alltag bekomme ich immer wieder vor Augen geführt, wie wichtig eine gut gestärkte Tiefenmuskulatur ist. Wo wir das bemerken? Zum Beispiel wenn wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. In Bus, Bahn & Co. wird es oftmals gerne etwas wackelig. Ein gerade Stand in einer starken Kurve? Unmöglich – außer man ist im Besitz einer entsprechend trainierten Tiefenmuskulatur.

Verletzungsprophylaxe

Ich hatte es weiter oben im Artikel schon angesprochen: das Gleichgewichts- bzw. Koordinationstraining stärkt und schult unsere Wahrnehmung von Körperbewegungen und verhindert auf diese Weise langfristig unerwünschte Verletzungen.

Die perfekte Haltung

Durch das Training der Tiefenmuskulatur, verbessert sich natürlich auch unsere Haltung. Oder wie Oma schon stets zu sagen pflegte: „Kindchen, Brust raus – Bauch rein!“ 😉

Endlich Feinmotoriker!

Habt ihr schon einmal etwas von Intramuskuläre und Intermuskluäre Muskulatur gehört? Nein? Dann wird’s aber Zeit! Denn gerade Intramuskuläre Koordination bedeutet, dass eure Muskeln sehr gut zusammenarbeiten und dadurch auch effizienter sind. Wer oft seine Koordination bzw. sein Gleichgewicht trainiert, verbessert so also auch auch seine Feinmotorik – Yaaay! 🙂

 

 

Nachdem ihr so viel über das Gleichgewichtstraining erfahren habt, seid jetzt ihr gefragt: Trainiert ihr mit Trainingsgeräten, um euer Gleichgewicht zu schulen/zu verbessern? Und vor allem: Was waren eure lustigsten oder traumatischsten Erfahrungen in Sachen Gleichgewichtstraining? Ich freue mich auf eure Geschichten! 🙂

 

 

In freundlicher Zusammenarbeit mit MFT Bodyteamwork

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