#HonorYourDays – Wie Fitness mein Leben verändert hat

Sport treiben? Immer in Bewegung sein? An seine Grenzen gehen? Und noch ein Stück darüber hinaus? Was für viele ganz normal klingt, stellte mich bereits in jungen Jahren vor einer enormen Herausforderung. Warum? Mich wie jeder normale Mensch bewegen zu können, war nicht selbstverständlich; es war ein langer steiniger Weg – gepflastert mit Hoffnung, Angst, Schmerz und Zurückweisung. Als Reebok mich gefragt hat, ob ich Teil der #HonorYourDays Kampagne werden und erzählen möchte, warum Sport und Fitness so wichtig für mich geworden ist, war klar, dass ich mitmachen und euch meine ganz persönliche Lebensgeschichte dazu erzählen möchte. Und ich nehme es gleich vorneweg: Dieser Beitrag wird der wohl persönlichste, den ich je geschrieben habe.

 

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Ich war ein Wunschkind – vom ersten Tag an. Wenn auch nur für meine Mama, aber ihr Stolz reichte für zwei. Über Jahre versuchte meine Mama ein Kind zu bekommen, leider machte ihr das Schicksal immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Als sie endlich schwanger wurde und glücklicher hätte nicht sein können, verlor sie das Baby im vierten Monat. Ein riesiger Schock, der sie zunächst ordentlich aus der Bahn warf. Doch wie ich, glaubte auch sie, dass im Leben alles aus einem bestimmten Grund heraus geschieht – auch wenn wir den Sinn dahinter vielleicht nicht sofort erkennen. Und wo die Geschichte eines kleinen ungeborenen Menschen endete, fing meine Geschichte an.

Meine Mutter wurde erneut schwanger – dieses Mal mit mir. Die Schwangerschaft verlief unkompliziert, geradezu perfekt. Doch so perfekt die vorangegangenen neun Monate verliefen, so schwieriger sollte mein Einstieg ins Leben werden.

 

Die Diagnose: Klumpfuß

 

Meine Mutter lag in ihrem Krankenhausbett. Vollkommen erschöpft von der anstrengenden Geburt. Ich lag in ihrem Arm und hörte ihren Herzschlag. Aufgewühlt und gleichzeitig beruhigend schlug er vor sich hin. Ich hörte, wie eine aufgeregte junge Frau den Raum betrat. Sie schien eine Krankenschwester zu sein. Kurze Zeit später erschien auch ein großer Mann mit dunkelbraunen Haaren und einem markanten Kinn. Vermutlich war es der Chefarzt. Ihre Mienen waren finster. Meine Mama, die vor Erschöpfung nur schwer die Augen aufmachen konnte, merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Die Schwester und der Arzt sagten ihr, sie müssten noch einige Untersuchungen mit mir machen und würde mich gleich zurückbringen.

Im Nebenraum wurde ich gewogen, gemessen und gesäubert. Doch irgendwas war anders. Meine Füße sahen so komisch in sich verdreht aus, wie man es nur sehr selten sieht. Dem Arzt und der Schwester war sofort klar: Das Kind hat eine Fehlstellung an den Füßen. Klumpfüße. Schweregrad III.
So weit die Medizin heute schon vorangeschritten ist, so wenig fortschrittlich war sie noch 1989. Klumpfüße mit diesem Schweregrad galten damals zwar als therapierbar, aber nicht als heilbar. Wenn ich Glück hatte, würde ich am Tag einige Schritte mit fremder Hilfe gehen können. Mehr aber auch nicht.
Als meiner Mama die Diagnose mitgeteilt wurde, fing sie fürchterlich an zu weinen. Verständlich. Und dabei ahnte sie noch nicht einmal im geringsten, was die kommenden Jahre alles auf sie zukommen würde.

 

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„Erlaube dir zu träumen und glaub an dich und deine Ziele.“

 

Nach der Geburt bekam ich an beiden Füßen einen dicken Gips angelegt. So frisch geschlüpft sind Bänder, Sehnen und Knochen noch sehr weich und entsprechend dehnbar. Diesen Gips behielt ich bis ich drei Monate alt war. Dies war der Zeitpunkt an dem ich das erste Mal operiert wurde. Was im Detail alles gemacht wurde, kann ich euch heute nicht mehr sagen. Aber es war der Beginn einer Kindheit geprägt von Nachtschienen, jährlichen Operationen, Physiotherapien und vor allem der Weg einer Mutter, die ihre eigenen Bedürfnisse hintenan stelle, nur um mir irgendwann ein lebenswerteres Leben ermöglichen zu können. Jede Operation, jede Physiotherapie, jeder Arztbesuch war eine Qual. Für mich und für meine Angehörigen. Denn während ich mich heute an so gut wie nichts mehr davon erinnern kann, ist es meine Familie, die noch immer die Bilder vor Augen hat, wie ich als Baby schreiend vor Schmerzen auf der Krankenhausliege lag und all die notwenigen Prozeduren über mich ergehen lassen musste. Meine Mama sagte einmal zu mir: „Weißt du, Bea, was damals mein größter Wunsch war? Dass ich dort für dich auf der Liege hätte liegen können, damit ich all die Schmerzen erleide und nicht du.“
Ich glaube bis heute, dass meine Mama noch viel größere Schmerzen erlitten hat. Keine körperlichen, dafür aber psychische. Und die können noch viel grausamer sein.

Knapp zwei Jahre und etliche Operationen später, machte ich selbstständig meine ersten Schritte. Ich habe gegluckst vor Freude und mit den wenigen Worten, die ich zu diesem Zeitpunkt sprechen konnte, versuchte ich meiner Mutter mitzuteilen: „Mama, schau her! Ich kann laufen!“
Doch die Freude hielt nur kurz an. Bereits nach einigen weiteren Monaten fing ich an über meine eigenen Füße zu stolpern, da sich diese wieder nach innen zogen. Als ich irgendwann keinen einzigen Schritt mehr gehen konnte, ohne direkt wieder hinzufallen, war klar: ich muss erneut operiert werden.

 

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Die Jahre vergingen und Operationen, Krankenhausbesuche und tägliche Gymnastik wurden Alltag. Während alle Kinder in den Sommermonaten ins Freibad fuhren, lag ich bei 35 Grad im Krankenhausbett und bereitete mich auf die nächste OP vor. Was empfand ich das als ungerecht! Und immer dieser elende Juckreiz unter dem Gips, der kaum zum aushalten war. Immerhin macht Not ja erfinderisch und so kam ich irgendwann auf die Idee, die Chinastäbchen aus dem Schnellrestaurant von nebenan, mit nach Hause zu nehmen und mit diesen vorsichtig in den Gips zu gehen, um den Juckreiz zu stillen. Ich sag euch: Das war der Himmel auf Erden! 😉

Nicht ganz so himmlisch war die Tatsache, dass ich von meinem Mitschülern immer und immer wieder für meinen Gips und für meine Krücken gehänselt wurde. Worüber ich heute nur lachen kann, war für mich damals die Hölle. Ich war nie eine beliebte Schülerin und diese Fußgeschichte machte mich auch nicht gerade beliebter. In Sachen Schulsport war ich so schlecht, dass mich niemand in seinem Team haben wollte. Während ich froh war, mich inzwischen überhaupt halbwegs normal bewegen zu können, war ich in den Augen meiner Mitschüler immer nur eines: ein Krüppel.

 

Der zweite Schicksalsschlag: die Magersucht

 

Diese Tatsache in Kombination mit der Pubertät und der damit einhergehenden Unzufriedenheit mit sich selbst, führte mich schließlich zu einem weiteren großen und schwierigen Kapitel meines Lebens: der Magersucht.
Groß war ich schon immer und eine augenscheinlich normale Figur hatte ich auch. Was ich aber nicht, hatte war Selbstvertrauen. Und so stellte ich alles und jeden in meinem jungen Leben in Frage. Allen voran mich selbst.
Geprägt durch all die Hänselleien, einem Vater, der stets mit Abwesenheit glänzte und den jahrelangen Operationen, die neben körperlichen Schmerzen auch jede Menge psychische Schäden bei mir hinterließen, wollte ich nur eines: Anerkennung. Und das um jeden Preis. Ich begriff, dass ich das, was andere über mich dachten, nicht kontrollieren konnte. Ganz zu schweigen von all den anderen Dingen, mit denen man als Teenager so zu kämpfen hat. Was ich aber kontrollieren konnte, ja, geradezu in der Hand hatte, das war mein eigener Körper. Heute glaube ich, dass es so eine Art Hilfeschrei war, als ich von heute auf morgen aufhörte zu essen und sich mein ganzes Leben nur noch um Kalorien, Gewicht und fett- und zuckerfreie Produkte drehte. Anfangs ersetzte ich Butter durch Margarine und irgendwann ließ ich auch sie komplett weg. Joghurt gab es nur in der Magerstufe und Süßigkeiten wurden komplett von meinem Speiseplan gestrichen. Jeden Tag stellte ich mich vor den Spiegel, nahm jede Hautfalte, die ich augenscheinlich für Speckrollen hielte, in die Hand und flüsterte ihnen zu, dass sie bald nach und nach verschwinden würden. Das taten sie, aber mit ihnen verschwand auch der eigenen Stolz.
Team #bodylove? Fehlanzeige! Ich konnte meinen eigenen Anblick kaum noch ertragen – weder den meiner ekeligen Füße, noch den meines (in meinen Augen) unförmigen, fetten Körpers. Zu diesem Zeitpunkt wog ich übrigens noch 40 kg bei 1.79 m.

 

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Allmählich bemerkte auch meine Mutter, dass irgendwas nicht stimmte. Gemeinsame Essen fanden kaum noch statt und wenn doch, schob ich die Mahlzeit nur gelangweilt auf meinem Teller hin und her. So sah es nämlich aus, als hätte ich etwas gegessen. In der Drogerie wurde ich Stammkundin, aber nicht für kosmetische Produkte, sondern für Abführtabletten und Sättigungskapseln. Mein Hunger war inzwischen so groß, dass ich mit diesen versuchte, mein Hungergefühl auszutricksen, ohne dass ich tatsächlich etwas nahrhaftes zu mir nahm. Die Kilos purzelten, mein Selbstwertgefühl auch und obwohl ich so sehr versuchte, alles im Griff zu haben, hatte ich gar nichts im Griff. Während ich anfangs in der Schule noch für meine Krücken und seltsam aussehenden Füße gehänselt wurde, zogen sie mich nun mit meinem geringen Körpergewicht auf. Spargel Tarzan und Bohnenstange waren meine neuen Kosenamen.
Mit dem schwindenden Gewicht, nahm natürlich auch meine Konzentrationsfähigkeit ab und meine Leistungen in der Schule verschlechterten sich noch mehr. Es war wie ein Teufelskreis. Umso mehr ich versuchte, die Kontrolle über mein Leben zu gewinnen, umso mehr verlor ich sie.

 

„Selbstliebe? Fehlanzeige. Ich wollte mich nur noch in Luft auflösen.“

 

Inzwischen hatte auch meine Mutter bemerkt, dass ich ernsthaft krank war (kein Wunder, ich wog noch 34 kg und trug Hosengröße 0) und dringend Hilfe benötige. Das ist allerdings gar nicht so einfach, wenn man sich selbst nicht eingestehen will, dass man Hilfe braucht und immer noch denkt, dass alles in Ordnung sei. Täglich fuhr sie mich zum Wiegen zu meinem Hausarzt. Obwohl es für mich besser gewesen wäre, auf der Waage mehr zu wiegen, als am Vortag, konnte ich die Vorstellung, dass die Waage heute mehr anzeigt als gestern nicht ertragen und suchte vor dem Wiegen noch einmal die Toilette auf. Und wenn es nur 100 Gramm weniger als gestern waren – für mich war das ein voller Erfolg.

 

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Die Monate vergingen. Ich wog mal mehr und mal weniger. Aufgrund der vielen Arztbesuche wurde ich förmlich dazu gezwungen mehr zu essen, weil ich wusste, dass es sonst richtig Ärger gab. Regelmäßig drohte mir meine Mutter mit einer Zwangseinweisung in eine Klinik für Essgestörte. Und wenn ich eine Sache nicht wollte, dann war es das. Mein Hausarzt verordnete mir eine Psychotherapie – 3 Mal in der Woche für jeweils eine Stunde. Ich kann mich nur zu gut daran erinnern, wie sehr ich diese Therapeutin gehasst habe. Sie hatte etwas mehr auf den Hüften, hatte kurze schwarze Haare und einen eindringlichen Blick, mit dem sie mich durch ihre schwarz-rote Brille prüfend anschaute. Überhaupt schien die Kombination aus Rot und Schwarz ihre Lieblingsfarbe zu sein: nicht nur ihre Kleidung trug sie stets in diesen Farben, auch der Therapie-Raum glänzte zum Teil in diesen Tönen.
Leider hatte ich keine Wahl und musste diese Therapiestunden irgendwie hinter mich bringen; also fuhr ich ein einfaches Konzept: Immer schön nicken und der Dame genau das sagen, was sie hören wollte. Anfangs lief das recht gut, doch nach nur wenigen Therapie-Stunden durchschaute sie mein Vorhaben: „Bea, das hier kann einfach laufen oder weniger einfach. Ich weiß, dass du das hier für den größten Blödsinn auf Erden hältst, aber es ist notwendig. Und erst, wenn du dich wirklich auf das hier einlässt, machen wir Fortschritte und du bist mich los. Wenn nicht, verschreibe ich dir so lange weitere Stunden, bis du verstehst, wie wichtig diese Therapie hier für dich ist.“ Ihre Worte waren bestimmend und eindringlich. Ich glaube, dass dies letztendlich die erste Therapiestunde war, in der ich begriff, dass ich wirklich krank war und alleine aus diesem Teufelskreis von Kalorien, Kilos, Körperkult und Selbstzerstörung nicht mehr hinaus kommen würde.

Zwei Jahre zogen ins Land bis es endlich soweit war: Ich war offiziell geheilt und durfte die Therapie absetzen. Wenn man überhaupt jemals von geheilt sprechen kann, denn gewisse Dinge sind auch heute noch für mich unmöglich. Ich könnte beispielsweise niemals eine komplette Pizza alleine essen. Warum? Nicht aus Angst zuzunehmen, sondern da ist im Kopf eine Blockade, die es einfach nicht zulässt. Ganz schön bescheuert, oder?

 

„Das Leben wirft jedem von uns Steine in den Weg. Wir sollten sie aufheben und zurückwerfen, statt an ihnen zugrunde zu gehen.“

 

Ihr fragt Euch, warum ich euch das alles erzählt habe? Weil diese zwei Schlüsselerfahrungen mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin und weil beide Krankheiten, so unterschiedlich sie auch sind, dafür verantwortlich sind, dass ich damals den Sport für mich entdeckt habe.
Mithilfe von Sport konnte ich die Magersucht besiegen, da ich verstanden habe, dass man einen ästhetischen Körper nicht durch Hungern, sondern durch gezielte Stärkung der verschiedenen Muskeln bekommt. Ich habe gelernt, dass dein Körper nicht dein Feind, sondern dein Freund und sich selbst zu lieben vollkommen in Ordnung ist. Ich habe akzeptiert, dass ich in Sachen Sport niemals die Beste sein werde, weil meine Voraussetzungen dafür ganz anders sind, als bei anderen Menschen. Aber vor allem habe ich eines gelernt: Das Leben wirft jedem von uns Steine in den Weg. Wir können daran zugrunde gehen, uns aufgeben, oder aber wir stehen auf und kämpfen. Für uns und für unsere Träume.

 

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„Honor the body you’ve been given.“

 

Heute, mit 26 Jahren, blicke ich auf eine Jugend zurück, die vielleicht nicht immer ganz einfach war, die mich aber gelehrt hat, wie wichtig es ist, auf sich und seinen Körper aufzupassen. Ohne all die Ärzte und Operationen und vor allem ohne meine Mama, die mich immer unterstützt hat, könnte ich heute vermutlich nicht mal laufen geschweigen denn in einem solchen Ausmaß Sport treiben, wie ich es tue. Wir alle sollten uns bewusst machen, dass wir nur dieses eine Leben haben und es wichtig ist, seinem Körper jeden Tag etwas Gutes zu tun und sich bewusst darüber zu werden, wie viel Gutes er auch für uns tut.

 

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Nachdem ich nun einen kleinen Seelenstripease hingelegt habe, würde mich sehr interessieren, was ihr in eurem Leben schon erlebt habt? Gab es etwas vergleichbares, vielleicht sogar noch viel schlimmeres, das euch gelehrt hat, wie kostbar das Leben ist? Wenn ihr Lust habt, teilt eure ganz persönliche Geschichte doch auch auf Instagram unter den Hashtags #HonorYourDays und #ReebokGermany und sichert euch die Chance auf ein tolles Wellness- und Sport Wochenende inklusive Coaching vom ehemaligen Olympiasieger Nils Schumann, sowie Startplätze für das Reebok Spartan Race in München! 🙂

Die Teilnahmebedingungen zur #HonorYourDays Kampagne von Reebok könnt ihr übrigens hier nachlesen.

Das passende Kampagnen-Video mit mir könnt ihr euch hier anschauen:

 

 

Get The Look:

 

In sportlicher Zusammenarbeit mit Reebok

11 Comments

  • Pingback: Protein Cheesecake
  • Liebe Bea,

    ich kann dir wirklich nur meinen Respekt aussprechen. Aus psychischen Tiefs wieder herauszukommen ist unglaublich schwer und umso schöner ist es, dass du es geschafft hast und jetzt eine Inspiration für viele junge Mädels bist.

    Alles Liebe,
    Jassy

    • Liebe Jassy,

      ich danke dir für deine lieben Worte. Du hast Recht, einfach ist es nicht aus so etwas wieder rauszukommen. aber genau darum geht es auch: Niemals aufgeben und kämpfen – egal, wie aussichtslos die Lage auch erscheinen mag.

      Liebe Grüße
      Bea

  • Liebe Bea,

    ein sehr berührender und bewegender Post. Ich kann förmlich mitfühlen, wie du dich gefühlt haben musst. Auch aus persönlicher Erfahrung. Es ist unglaublich toll, was für ein starker Mensch daraus gewachsen ist. Ein Mensch, der seine Träume verfolgt und allem Mut aufbringt diese mit uns zu teilen. Ich bin unglaublich dankbar, dass du diese Worte -deine Geschichte- hier mit uns geteilt hast und noch dankbarer bin ich, dass ich soeben darüber gestolpert bin. Genau solche Geschichten geben mir und anderen das Gefühl nicht allein zu sein.

    Ich habe mit 18 meinen Papa verloren. Von einem Tag auf den anderen Tag kam er einfach nicht mehr nach Hause. Das hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen und mein Herz herausgerissen. Als Einzelkind waren meinen Eltern alles für mich. Sie waren getrennt und ich stand auf ein Mal mit einem riesen Haus da und befand mich mitten im Abi. Und ich konnte nicht reden. Zwei Jahre kam ich mir wie in Trance vor. Gefühle hab ich kaum wahrgenommen. Durchs Abi hab ich mich gepusht. Alle dachten, dass ich so unglaublich stark bin. Innerlich sah das ganz anders aus. Ich war so kaputt, erschöpft und verzweifelt. Auch ich ruschte in eine Essstörung, in welcher ich zum Glück nie sein wollte. Aber allein herausfinden konnte ich auch nicht. Es war mein Ventil oder eher die Betäubung meiner Gefühle. Leider starben in den Jahren darauf beide Großväter, die mich sehr unterstützt hatten nach dem Tod meines Vaters. Im Jahr 2014 nahm sich eine meiner besten Freundinnen das Leben. Es war schrecklich. Und ich war in einem anderen Land (Auslandssemster) und fühlte mich so unendlich allein.

    Während dieser acht Jahre, hatte ich drei tiefe Einbrüche. Ich konnte nicht schlafen, nicht essen, nur weinen und ich hatte unglaubliche Angst. Doch ich bin da rausgekommen. Und nach dem letzten tiefen Loch in 2014, hab ich alles in meine Händen genommen, um mich stärker zu machen, vertrauen wiederzufinden und den Schmerz langsam loszulassen. Schicksalsschläge treffen einen immer, aber ich denke, man kann sich ein Auffangnetz kreieren, was einen auffängt und etwas ruhiger durch solche Zeiten führen kann.

    Meine Geschichte ist so anders, als deine. Aber der Schmerz ist wahrscheinlich ähnlich. Auch lernt man durch solche schweren Zeiten noch mehr, das Leben und jeden Tag zu schätzen. Es sind diese Momente, die einen stärker werden lassen und den Mut geben seinem Herzen zu folgen.

    Danke liebe Bea!

    Liebe Grüße,
    Julia

    • Liebe Julia,

      vielen Dank für deinen unglaublich berührenden Kommentar.

      Es tut mir Leid, dass auch dir so einige schlimme Dinge widerfahren sind. Aber wie du schon so schön gesagt hast: Es sind die Momente, die einen stärker werden lassen und die einem dem Mut geben, seinem Herzen zu folgen.

      Ich drück dich ganz fest und sende dir viele Grüße.

      Deine Bea

  • Ich danke Ihnen für diesen tollen Artikel. Indem man sein Alltag etwas umstellt, etwas Fitness einbaut und gesund lebt kann das vieles im Leben verändern. Ich selbst kann das ebenfalls nur jedem empfehlen.

  • Liebe Bea,

    deine Posts sind immer wieder toll zu lesen. Man merkt wieviel Mühe und Liebe du in jeden Beitrag steckst. Auch deine Ehrlichkeit und Natürlichkeit sind großartig und sehr inspirierend, wie ich finde. Ich bin erst vor kurzem auf deinen Blog gestoßen und hatte gleich richtig Lust einfach mal wieder loszulaufen 🙂 Der Spaß an gesunder Lebensweise, den du ausstrahlst, ist wirklich ansteckend. Und dass du so ein starker und optimistischer Mensch geworden bist, ist aufgrund deiner Erfahrungen umso bewundernswerter. Als Tante einer 16jährigen Nichte, möchte ich dir sagen, dass du ein tolles Vorbild für Mädchen und junge Frauen bist und wünsche dir weiterhin soviel Power und Freude bei dem, was du tust. Deinen Body Shaming Beitrag fand ich sehr erschütternd und so traurig es auch ist, dass solche Beiträge überhaupt nötig sind, zeigt es doch nur wie wichtig und toll deine Arbeit ist. Es gibt leider zu viele oberflächlische, respektlose Menschen, die keinerlei Werte vermitteln und sich keine Gedanken über die Folgen ihrer Äußerungen machen. An jeder Ecke werden junge Frauen mit völlig unrealistischen „Schönheitsidealen“ konfrontiert. Du vermittelst ein völlig urteilsfreies, natürliches Bild davon, wie man ein gesundes Körpergefühl entwickelt und motivierst damit hoffentlich noch viele, viele andere. Bleib weiter so voller Liebe und Optimismus ! Ich freue mich schon auf neue, mitreißende Posts 🙂

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